Eine Photovoltaikanlage macht eine Wärmepumpe nicht technisch effizienter, aber sie senkt die Stromkosten deutlich. Genau deshalb ist die Kombination aus Wärmepumpe, Photovoltaik und ggf. Batteriespeicher eine der interessantesten Lösungen für moderne und sanierte Gebäude.
Eine Wärmepumpe benötigt Strom. Eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom direkt auf dem eigenen Dach. Dadurch kann ein Teil des benötigten Stroms direkt selbst genutzt werden, anstatt ihn aus dem Netz zu beziehen. Das reduziert die laufenden Kosten deutlich.
Besonders interessant ist das in der Übergangszeit und in den warmen Monaten. Dann kann die Photovoltaikanlage einen sehr großen Teil des Strombedarfs der Wärmepumpe decken – bei gut abgestimmten Anlagen zeitweise sogar vollständig.
Ein häufiger Irrtum ist, dass Photovoltaik im Winter kaum noch etwas bringt. Moderne PV-Module erzeugen auch bei diffusem Licht und im Winter weiterhin Strom. An trüben Tagen ist der Ertrag deutlich geringer als im Sommer, aber er fällt nicht auf null.
Auch im Winter entsteht Solarstrom durch direktes und diffuses Licht. Gerade große Anlagen können deshalb selbst in der kalten Jahreszeit noch spürbar zur Versorgung beitragen und die Stromkosten der Wärmepumpe senken.
Eine große PV-Anlage ab etwa 30 kWp kann an guten Wintertagen durchaus mehrere hundert Kilowattstunden Strom erzeugen. Wie viel davon tatsächlich erreicht wird, hängt aber immer von Wetter, Standort, Dachausrichtung und Schnee ab.
In den Monaten mit mehr Sonnenstunden ist die Kombination besonders interessant. Dann sinkt der Netzstrombezug der Wärmepumpe oft stark. Für die Warmwasserbereitung kann die Photovoltaikanlage in den warmen Monaten einen sehr großen Teil oder bei passender Auslegung zeitweise sogar den gesamten Strombedarf übernehmen.
Von Ende Winter bis in den Herbst hinein kann eine passend dimensionierte Photovoltaikanlage einen großen Teil des Wärmepumpenstroms direkt liefern. Gerade tagsüber ist dann oft ein hoher Eigenverbrauch möglich.
Im Sommer ist die Heizlast gering. Dann lässt sich die Warmwasserbereitung häufig zu großen Teilen mit Solarstrom abdecken. Das senkt die laufenden Kosten zusätzlich und erhöht den Eigenverbrauch der Anlage.
Ein Batteriespeicher kann helfen, tagsüber erzeugten Solarstrom später zu nutzen. Gerade zusammen mit einer Wärmepumpe ist außerdem ein gutes Energiemanagement sinnvoll. So kann die Anlage bevorzugt dann laufen, wenn eigener PV-Strom verfügbar ist.
Auch mit Speicher wird eine Wärmepumpe im tiefen Winter nicht komplett nur mit PV-Strom laufen. Aber der Eigenverbrauch steigt und die jährlichen Stromkosten können deutlich sinken.
Wärmepumpe und Photovoltaik sind eine sehr starke Kombination. Die Photovoltaikanlage verbessert nicht direkt die technische Effizienz der Wärmepumpe, senkt aber die Stromkosten deutlich. Besonders in der Übergangszeit, im Sommer und bei der Warmwasserbereitung ist das Einsparpotenzial groß.
Auch im Winter liefert eine moderne PV-Anlage weiterhin Strom. Große Anlagen und ein passender Speicher können die Wirtschaftlichkeit zusätzlich verbessern. Entscheidend sind immer eine gute Planung, die Anlagengröße und ein sinnvoll abgestimmtes Gesamtsystem.